Landesweite Biotopkartierung Schleswig-Holstein – Phase 2

Landesweite Biotopkartierung Schleswig-Holstein: geoGLIS koordiniert Phase 2

Die landesweite Biotopkartierung in Schleswig-Holstein ist ein zentrales Vorhaben für den Naturschutz des Landes. Nachdem geoGLIS bereits in der Phase 1 – Wertgrünlandkartierung (2014) erfolgreich an der Umsetzung beteiligt war, setzte das Unternehmen diese Arbeit in der Phase 2 von 2015 bis 2019 konsequent fort. Im Auftrag des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume (LLUR) Schleswig-Holstein übernahm geoGLIS die zentrale Digitalisierung sowie die digitale Koordinierung der Datenerfassung (LOS 1) für die Lose 2–12. Damit fungierte geoGLIS als zentrale Drehscheibe zwischen den beteiligten biologischen Kartierungsbüros und dem Auftraggeber.

Ein landesweites Projekt für den Naturschutz

Seit dem Jahr 2014 wird in Schleswig-Holstein eine flächendeckende Kartierung der gesetzlich geschützten Biotope durchgeführt. Ziel ist es, einen aktuellen, einheitlichen und qualitätsgesicherten Datenbestand aufzubauen, der als verlässliche Grundlage für Naturschutz, Planung und Verwaltung dient. Während in der ersten Projektphase zunächst das Wertgrünland im Fokus stand, widmete sich die zweite Phase der Erfassung der übrigen gesetzlich geschützten Biotoptypen. Die Umsetzung erfolgte teilweise in Zusammenarbeit mit der planiglobe GmbH aus Kiel und erstreckte sich über nahezu das gesamte Landesgebiet.

Zentrale Koordinierung und digitale Prozesse

Eine der zentralen Aufgaben von geoGLIS war die Koordinierung der landesweiten Datenerfassung. Die von den Kartierungsbüros im Gelände erhobenen Daten wurden fortlaufend zusammengeführt, geprüft und gemäß den Vorgaben des LLUR digitalisiert. Hierfür stellte geoGLIS umfassende Geländekarten bereit – ausgestattet mit aktuellen CIR- und RGB-Luftbildern, Geobasisdaten, Prüfkulissen und weiteren Fachdaten.

Parallel dazu erfolgte die kontinuierliche Qualitätsprüfung der Kartierungsergebnisse in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber. So konnte sichergestellt werden, dass die Daten nicht nur vollständig, sondern auch fachlich belastbar und landesweit vergleichbar sind. Für die Erfassung der umfangreichen Sachdaten entwickelte geoGLIS eine Access-basierte Erfassungsoberfläche, die speziell auf die Anforderungen der Biotopkartierung zugeschnitten ist. Sie enthält alle relevanten Pflichtfelder, offizielle Biotop- und Pflanzenartenkataloge sowie intelligente Prüfroutinen zur Qualitätssicherung.

Die Anwendung ermöglichte den Kartierbüros eine einheitliche und strukturierte Dateneingabe. Im Anschluss führte geoGLIS die Zusammenführung der GIS-Daten mit den Sachdaten durch, identifizierte Unstimmigkeiten und koordinierte die Korrektur fehlerhafter oder unvollständiger Angaben.

Ein konsistenter Datenbestand für ganz Schleswig-Holstein

In jährlichen Zusatzaufträgen wurden die Ergebnisse der Biotopkartierung mit weiteren Fachkartierungen wie High Nature Value (HNV), Seen-, Salzwiesen- und Knickkartierungen zusammengeführt. Durch die geometrische und fachliche Harmonisierung entstand so ein landesweit konsistenter Biotopdatenbestand.

Die auf diese Weise aufbereiteten Daten bilden heute die fachliche Grundlage der vom LLUR Schleswig-Holstein öffentlich bereitgestellten landesweiten Biotopdaten – und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Kulturlandschaft Schleswig-Holsteins.