Zweck und Projektumfang
Das bundesweite Ökosystemmonitoring (ÖSM) dient der langfristigen Beobachtung von Veränderungen in Landschaft und Biodiversität. Ziel des Programms ist es, belastbare und vergleichbare Daten zu Biotopen, Nutzungstypen und ökologischen Strukturen zu erfassen, um Entwicklungen der biologischen Vielfalt in Deutschland wissenschaftlich auswerten zu können.
In Schleswig-Holstein werden im Zeitraum 2026 bis 2029 insgesamt 120 repräsentative Stichprobenflächen untersucht. Jede Untersuchungsfläche umfasst 1 × 1 km und wird vollständig kartiert. Insgesamt ergibt sich damit eine untersuchte Fläche von rund 12.000 Hektar. Die Flächen sind über das gesamte Bundesland verteilt und werden über vier Kartierjahre hinweg bearbeitet.
Auf den Stichprobenflächen werden Biotoptypen, Nutzungsstrukturen sowie weitere ökologische Merkmale systematisch erfasst. Die Ergebnisse ermöglichen Aussagen über den Zustand und die Entwicklung der Landschaft und ergänzen bestehende Monitoringprogramme wie das HNV-Farmland-Monitoring, dessen Inhalte künftig vollständig in das ÖSM integriert werden.
Im Rahmen des Projekts übernimmt geoGLIS die Digitalisierung der im Gelände abgegrenzten Biotopflächen sowie die strukturierte Aufbereitung der Geodaten. Ein Teil der erhobenen Fachinformationen wird anschließend durch die geoGLIS in das bereitgestellte Online-Erfassungssystem übertragen, die übrigen Flächen durch Ökoplan. Die Geländekartierung erfolgt durch unsere Kartiererin Antje Bubert. Obwohl es sich für uns um den ersten Durchgang des ÖSM handelt, profitieren wir von umfangreichen Erfahrungen aus dem HNV-Monitoring, das in Schleswig-Holstein bereits seit vielen Jahren durchgeführt wird.
Verfahren und Standards
Die Kartierung und Datenaufbereitung erfolgt nach den verbindlichen Vorgaben des bundesweiten Ökosystemmonitorings sowie den landesspezifischen Standards der Biotopkartierung Schleswig-Holstein. Grundlage bilden unter anderem der Biotoptypenschlüssel Schleswig-Holstein, die ÖSM-Kartieranleitung sowie Bewertungssysteme für geschützte Biotope und FFH-Lebensraumtypen.
Die im Gelände abgegrenzten Biotopflächen werden digitalisiert und als Geodaten aufbereitet. Diese Geodaten werden anschließend in das zentrale Erfassungssystem importiert, in dem Biotoptypen, Nutzungsformen und weitere Bewertungsmerkmale dokumentiert werden. Durch die standardisierte Methodik sind die Ergebnisse langfristig vergleichbar und können für landesweite sowie bundesweite Auswertungen genutzt werden.
Projektorganisation
Die Projektbearbeitung erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen Geländekartierung und digitaler Datenverarbeitung. Während Antje Bubert die fachliche Kartierung der Biotoptypen und Landschaftsstrukturen im Gelände durchführt, übernimmt geoGLIS die Digitalisierung der Flächen, die GIS-Aufbereitung der Daten sowie die Eingabe ausgewählter Fachinformationen in das Online-Erfassungssystem.
Durch diese arbeitsteilige Organisation werden Geländeerhebung, GIS-Bearbeitung und Datenintegration effizient miteinander verbunden. Die Kombination aus regionaler Erfahrung, kartiererischer Expertise und digitalem Geodatenmanagement stellt sicher, dass die erhobenen Informationen vollständig dokumentiert und qualitätsgesichert für das Ökosystemmonitoring bereitgestellt werden.