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Schwäne an einem Stillgewässer mit Uferrand
Ökosystemmonitoring – in Schleswig-Holstein

Ökosystemmonitoring Schleswig-Holstein (ÖSM)

Redaktion geoGLIS Projekte 05. März 2026
  • Themenfeld: Geodatenerfassung
  • Projektbeispiele: ist-projektbeispiel

Zweck und Projektumfang

Das bundesweite Ökosystemmonitoring (ÖSM) dient der langfristigen Beobachtung von Veränderungen in Landschaft und Biodiversität. Ziel des Programms ist es, belastbare und vergleichbare Daten zu Biotopen, Nutzungstypen und ökologischen Strukturen zu erfassen, um Entwicklungen der biologischen Vielfalt in Deutschland wissenschaftlich auswerten zu können.

In Schleswig-Holstein werden im Zeitraum 2026 bis 2029 insgesamt 120 repräsentative Stichprobenflächen untersucht. Jede Untersuchungsfläche umfasst 1 × 1 km und wird vollständig kartiert. Insgesamt ergibt sich damit eine untersuchte Fläche von rund 12.000 Hektar. Die Flächen sind über das gesamte Bundesland verteilt und werden über vier Kartierjahre hinweg bearbeitet.

Auf den Stichprobenflächen werden Biotoptypen, Nutzungsstrukturen sowie weitere ökologische Merkmale systematisch erfasst. Die Ergebnisse ermöglichen Aussagen über den Zustand und die Entwicklung der Landschaft und ergänzen bestehende Monitoringprogramme wie das HNV-Farmland-Monitoring, dessen Inhalte künftig vollständig in das ÖSM integriert werden.

Im Rahmen des Projekts übernimmt geoGLIS die Digitalisierung der im Gelände abgegrenzten Biotopflächen sowie die strukturierte Aufbereitung der Geodaten. Ein Teil der erhobenen Fachinformationen wird anschließend durch die geoGLIS in das bereitgestellte Online-Erfassungssystem übertragen, die übrigen Flächen durch Ökoplan. Die Geländekartierung erfolgt durch unsere Kartiererin Antje Bubert. Obwohl es sich für uns um den ersten Durchgang des ÖSM handelt, profitieren wir von umfangreichen Erfahrungen aus dem HNV-Monitoring, das in Schleswig-Holstein bereits seit vielen Jahren durchgeführt wird.

Verfahren und Standards

Die Kartierung und Datenaufbereitung erfolgt nach den verbindlichen Vorgaben des bundesweiten Ökosystemmonitorings sowie den landesspezifischen Standards der Biotopkartierung Schleswig-Holstein. Grundlage bilden unter anderem der Biotoptypenschlüssel Schleswig-Holstein, die ÖSM-Kartieranleitung sowie Bewertungssysteme für geschützte Biotope und FFH-Lebensraumtypen.

Die im Gelände abgegrenzten Biotopflächen werden digitalisiert und als Geodaten aufbereitet. Diese Geodaten werden anschließend in das zentrale Erfassungssystem importiert, in dem Biotoptypen, Nutzungsformen und weitere Bewertungsmerkmale dokumentiert werden. Durch die standardisierte Methodik sind die Ergebnisse langfristig vergleichbar und können für landesweite sowie bundesweite Auswertungen genutzt werden.

Projektorganisation

Die Projektbearbeitung erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen Geländekartierung und digitaler Datenverarbeitung. Während Antje Bubert die fachliche Kartierung der Biotoptypen und Landschaftsstrukturen im Gelände durchführt, übernimmt geoGLIS die Digitalisierung der Flächen, die GIS-Aufbereitung der Daten sowie die Eingabe ausgewählter Fachinformationen in das Online-Erfassungssystem.

Durch diese arbeitsteilige Organisation werden Geländeerhebung, GIS-Bearbeitung und Datenintegration effizient miteinander verbunden. Die Kombination aus regionaler Erfahrung, kartiererischer Expertise und digitalem Geodatenmanagement stellt sicher, dass die erhobenen Informationen vollständig dokumentiert und qualitätsgesichert für das Ökosystemmonitoring bereitgestellt werden.

Waldgebiet mit geschädigtem Baumbestand als Beispiel für ökologische Standortkartierung
Standortkartierung und Umweltanalyse in Niedersachsen

Forstliche Standortkartierung Niedersachsen

Redaktion geoGLIS Projekte 01. Januar 2026
  • Themenfeld: Geodatenerfassung

Forstliche Standortkartierung Niedersachsen – Arbeits- und Standortstypenkarten

Zweck und Projektumfang

Im Rahmen dieses Projekts erstellen wir analoge Arbeitskarten sowie digitale und analoge Standortstypenkarten und integrieren diese in den Gesamtdatensatz der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK NI).

Die Projektfläche umfasst rund 8.000 Hektar.

 

Leistungsbestandteile

Wir erstellen analoge Arbeitskarten auf DGK5-Basis mit Abgrenzung von Wald- und Nicht-Waldflächen. Die Standortstypenkarten werden digitalisiert und attribuiert gemäß der geltenden Digitalisierungsanweisung. Zum Ende des Projektes übernehmen wir die Zusammenführung der Jahreslayer, die jährliche Aktualisierung des Gesamtdatensatzes, die Fortführung der Kartiererdatenbank inklusive Metadaten  sowie die Druckausgabe der kartierten Flächen im DGK5-Raster.

Verfahren und Standards

Alle Arbeiten erfolgen gemäß der „Anweisung zur Durchführung der forstlichen Standortkartierung in Niedersachsen“ (Fassung 2024) sowie der Digitalisierungsanweisung.

Die Koordination und Abnahme erfolgt durch die LWK Niedersachsen, Fachbereich 4.1.

 

Copyright:

Bild von Mike Ahrens auf Pixabay

Frühlingswiese mit Gänseblümchen vor dem Holstentor in Lübeck
Stadtansicht von Lübeck als Symbol für umweltbewusste Stadt

Biotopkatierung Lübeck 2025-2028

Redaktion geoGLIS Projekte 25. September 2025
  • Themenfeld: Geodatenerfassung
  • Projektbeispiele: ist-projektbeispiel

Fortschreibung der Biotopkartierung der Hansestadt Lübeck (BKHL)

Auftraggeber:
Hansestadt Lübeck

Projektbeschreibung

Im Rahmen dieses Projekts erfolgt die flächendeckende Fortschreibung der Biotopkartierung der Hansestadt Lübeck (BKHL) auf Grundlage der Kartierung aus dem Jahr 2016. Ziel ist die Aktualisierung, Vereinheitlichung und Qualitätssicherung der Geo- und Sachdaten gemäß den aktuellen fachlichen und technischen Standards des Landes Schleswig-Holstein.

Die Ergebnisse schaffen eine belastbare Datengrundlage für Naturschutz, Stadt- und Landschaftsplanung, Monitoring sowie für landes- und bundesweite Berichtspflichten. Die Bearbeitung erfolgt in einer interdisziplinären Bietergemeinschaft unter Koordination eines zentralen Projekt- und Digitalisierungsbüros.

Leistungsinhalt

Das Leistungsbild umfasst insbesondere:

  • flächendeckende Vor-Ort-Kartierung der Nicht-Siedlungsflächen innerhalb der BKHL-Kartierkulisse,
  • luftbild- und kartengestützte Erfassung der Biotoptypen in den Siedlungsflächen,
  • vollständige Neuerfassung gesetzlich geschützter Biotope (§ 30 BNatSchG i. V. m. § 21 LNatSchG) sowie der FFH-Lebensraumtypen,
  • Kartierung, Abgrenzung und Typisierung der Biotope gemäß der aktuellen Kartieranleitung Schleswig-Holstein und den Vorgaben des LfU,
  • Bewertung des Erhaltungsgrades (EHG) der FFH-Lebensraumtypen,
  • Anlage und vollständige Befüllung standardisierter Biotopbögen für alle Wertbiotope,
  • fachliche Harmonisierung von Übergängen zwischen BKHL- und BKSH-Kulissen sowie Auflösung artifizieller Biotopabgrenzungen,
  • GIS-gestützte Digitalisierung aller Geometrien nach den Digitalisierungsstandards des LfU (ETRS89 / UTM),
  • Verknüpfung von Geo- und Sachdaten über eindeutige GIS-Schlüssel und Pflege im Fachdatensystem gl-forest,
  • Durchführung von Topologie- und Qualitätsprüfungen sowie Einarbeitung rückgespiegelter Korrekturen,
  • Erstellung jährlicher Zwischenberichte und eines abschließenden Gesamtberichts mit statistischer Auswertung der Biotoptypen und Flächenanteile.

Projektorganisation

Die Bearbeitung erfolgt in einer Bietergemeinschaft mit klar definierter Aufgabenverteilung. Die Projektkoordination und digitale Umsetzung liegt bei geoGLIS.

Die fachliche Kartierung wird durch mehrere spezialisierte Fachbüros mit ausgewiesener Expertise in der Biotop- und FFH-Kartierung Norddeutschlands durchgeführt (Büro für Landschaftsentwicklung GmbH (BfL), Arno Dormels, Bioplan Hammerich, Hinsch & Partner – Biologen & Geographen PartG, BIOPLAN SH).

Ergänzend kommt eine luftbildgestützte Interpretation durch die IP SYSCON GmbH zum Einsatz, insbesondere zur Unterstützung der Kartierung im Siedlungsbereich.

Gebietsspezifische Bearbeitungsschwerpunkte (Auswahl)

Vor-Ort-Kartierung – Nicht-Siedlungsflächen

Flächendeckende Geländebegehungen in den offenen Landschaftsräumen der Hansestadt Lübeck mit Schwerpunkten auf Grünlandbiotopen, Waldflächen, Gewässern und Übergangsbereichen. Besonderes Augenmerk liegt auf potenziellen Neuvorkommen gesetzlich geschützter Biotope, die sich aus geänderten Kartierkriterien ergeben (z. B. Flachland-Mähwiesen).

Siedlungsflächen – Luftbildkartierung

Differenzierte luftbild- und kartengestützte Erfassung der Siedlungsbiotoptypen unter Nutzung hochauflösender Luftbilder sowie von ALKIS-, ATKIS- und Basis-DLM-Daten und des Baumkatasters der Hansestadt Lübeck. Gesetzlich geschützte Biotope werden identifiziert und für eine nachfolgende Vor-Ort-Überprüfung vorbereitet.

Qualitätssicherung und Datenintegration

Während des gesamten Projekts wird die Einhaltung aller fachlichen und technischen Vorgaben des LfU sichergestellt. Dazu zählen insbesondere Topologieprüfungen, einheitliche Attribuierungen sowie die vollständige Integration der Daten in ein landesweit einsetzbares Fachdatensystem.

Strohballen auf abgeerntetem Feld in der landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft Schleswig-Holsteins
Landwirtschaftlich genutzte Kulturlandschaft in Schleswig-Holstein – Grundlage für die Bewertung von Flächen mit hoher naturschutzfachlicher Bedeutung (HNV)

HNV-Indikator 2025 Schleswig-Holstein

Redaktion geoGLIS Projekte 10. Juli 2025
  • Themenfeld: Geodatenerfassung

HNV-Indikator 2025 – Bewertung biologischer Vielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen

Auftraggeber:
Land Schleswig-Holstein – Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum

Projektbeschreibung

geoGLIS bringt auch im Jahr 2025 ihre umfassenden fachlichen Kompetenzen im Rahmen des „High-Nature-Value-Farmland-Indicators“ (HNV-Indikator) ein und leistet damit erneut einen wichtigen Beitrag zur Evaluierung der Entwicklungsprogramme des ländlichen Raumes in Schleswig-Holstein. Der Zuschlag für die Bearbeitung des Projekts wurde erneut an geoGLIS vergeben.

Fachliche Grundlage und Erfahrung

Durch ihre langjährige Erfahrung in der Erfassung und Bewertung von HNV-Elementen ist geoGLIS ein bestens geeigneter Auftragnehmer für dieses anspruchsvolle Monitoring. Im Projektjahr 2025 werden insgesamt 60 landwirtschaftlich geprägte Flächen untersucht und ausgewertet.

Leistungsumfang und Ergebnisse

Bis November 2025 erarbeitet geoGLIS die vollständigen Kartierergebnisse. Dazu gehören:

  • die Erfassung und Bewertung der Biotope,
  • die Dokumentation von Veränderungen,
  • die Zuordnung und Analyse der Biotoptypen,
  • die Erfassung gesetzlich geschützter Biotope einschließlich LRT-Bewertung.

Dokumentation und Nutzen

Die Ergebnisse werden abschließend in einem strukturierten Fachbericht zusammengeführt. Dieser Bericht dient als langfristige Dokumentations- und Bewertungsgrundlage für die Entwicklung der biologischen Vielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen und unterstützt die strategische Weiterentwicklung der Förder- und Entwicklungsprogramme im ländlichen Raum.

Uferzone eines Sees mit Schilfbeständen und Feuchtwiesen als typischer Lebensraum im Rahmen der Biotopkartierung
Typisches Feuchtbiotop mit Schilf- und Ufervegetation als Grundlage für naturschutzfachliche Biotopkartierungen

Biotopkartierung 2025 - Schleswig-Holstein | GIS & Qualität

Redaktion geoGLIS Projekte 01. Juli 2025
  • Themenfeld: Geodatenerfassung

Fortschreibung der landesweiten Biotopkartierung Schleswig-Holstein 2025 – Los 2 (Dithmarschen)

Auftraggeber:
Landesamt für Umwelt Schleswig-Holstein (LfU)

Bearbeitetes Los:
Los 2 – Dithmarschen (ca. 916 Prüfbiotope auf 951 Flächen)

Projektbeschreibung

Im Rahmen der Fortschreibung der landesweiten Biotopkartierung Schleswig-Holstein 2025 bearbeitet geoGLIS als Teil einer Bietergemeinschaft das Los 2 im Kreis Dithmarschen. Ziel des Projekts ist die Überprüfung, Aktualisierung und digitale Fortschreibung der bestehenden Biotopkartierung gemäß den fachlichen Vorgaben des Landes.

Leistungen von geoGLIS innerhalb der Bietergemeinschaft

Projektkoordination

geoGLIS übernimmt die Koordination des Projektablaufs innerhalb der Bietergemeinschaft. Dazu zählen die Zeit- und Ressourcenplanung, die Fristenüberwachung sowie die Schnittstellenkommunikation mit dem Auftraggeber.

 

Digitalisierung der Geodaten

Die GIS-basierte Einarbeitung sämtlicher geometrischer Änderungen an Biotopgrenzen erfolgt gemäß ETRS89 / UTM Zone 32 (EPSG 4647) unter Einsatz von QGIS oder ArcGIS Pro. Dabei werden:

  • Topologieprüfungen im System gl-forest durchgeführt,
  • GIS-Schlüssel (gis_key) erstellt und gepflegt,
  • Geo- und Sachdaten eindeutig miteinander verknüpft.

Digitalisierung der Sachdaten

Alle im Gelände erhobenen Biotopinformationen werden in das Datenbanksystem gl-forest (ArcGreenlab) eingegeben und qualitätsgesichert. Dies umfasst unter anderem:

  • Artenlisten
  • Biotoptypzuordnung
  • Beschreibung und Gefährdungen
  • Maßnahmenempfehlungen
  • EHG-Bewertung

Verknüpfung von Geo- und Sachdaten

Die fachgerechte Verknüpfung von Geometrien und Sachdaten erfolgt über eine GIS-Schnittstelle (QGIS-Plug-in).

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Marienthaler Straße 7
32430 Eckenförde

Tel: +49 (0)4351-754 91 0
E-Mail: service@geoglis.de

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