Ökosystem-Monitoring

Ökosystem-Monitoring in Schleswig-Holstein: Biodiversität systematisch erfassen

Seit 2018 ist geoGLIS gemeinsam mit erfahrenen Biologinnen und Biologen in Schleswig-Holstein an der Kartierung und digitalen Erfassung von Ökosystemdaten beteiligt. Auf bis zu 120 Stichprobenflächen im Land werden im Rahmen des bundesweiten Ökosystem-Monitorings Biotope erfasst und die zugehörigen Sachdatenattribute digital dokumentiert.

Die Arbeiten leisten einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Beobachtung und Bewertung der biologischen Vielfalt in Schleswig-Holstein.

Bundesweites Monitoring der biologischen Vielfalt

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat im Jahr 2016 auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie ein bundesweites Ökosystem-Monitoring gestartet. Ziel dieses Programms ist es, die Biodiversität in Deutschland systematisch zu dokumentieren und ihre Entwicklung über wiederholte Geländeerhebungen nachvollziehbar zu machen.

Auf dieser Basis lassen sich fundierte Aussagen zur Entwicklung der biologischen Vielfalt treffen – insbesondere vor dem Hintergrund von Landnutzungswandel, zunehmendem Nutzungsdruck, der Intensivierung der Landwirtschaft sowie den Auswirkungen des Klimawandels.

Einheitliche Methodik als Grundlage vergleichbarer Daten

Für das bundesweite Monitoring wurde ein einheitlicher Kartierschlüssel entwickelt, der alle Biotop- und Nutzungstypen abbildet. Damit wurde die Voraussetzung geschaffen, Daten aus allen Bundesländern bundesweit vergleichbar auszuwerten.

Die bislang landesspezifischen Kartierschlüssel mussten hierfür umgeschlüsselt und in eine bundesweit gültige Systematik überführt werden. geoGLIS unterstützt diesen Prozess durch die digitale Umsetzung, Datenaufbereitung und Qualitätssicherung der erfassten Informationen.

Das Ökosystem-Monitoring schafft damit eine belastbare Grundlage für Naturschutz, Forschung und politische Entscheidungsprozesse – sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene.