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Beschilderung des Naturpark-Besucherzentrums „Schweizer Haus“ an einem Holzgebäude
Naturpark-Besucherzentrum Schweizer Haus

Kartenprojektionen im Besucherzentrum Schweizerhaus | Wissenschaft erlebbar

Redaktion geoGLIS News 24. März 2020

Wissenschaft trifft Erlebnis: Kartenprojektionen für das Besucherzentrum „Schweizerhaus“

Im Zuge der Neugestaltung des Besucherzentrums „Schweizerhaus“ im Naturpark Märkische Schweiz entsteht ein besonderes Highlight: ein großformatiges Stirnholz-Relief des Naturparks. Auf dieses Relief werden thematische wissenschaftliche Fachkarten projiziert, die komplexe Inhalte anschaulich und verständlich vermitteln.

Die fachlichen Grundlagen für diese Karten erarbeitet geoGLIS in enger Abstimmung mit der Naturparkverwaltung sowie der Agentur BOK+Gärtner aus Münster. Ziel ist es, wissenschaftliche Zusammenhänge so aufzubereiten, dass sie für Besucherinnen und Besucher unmittelbar erfahrbar werden.

Vielfältige Themen rund um Landschaft, Klima und Nutzung

Die projizierten Karten beleuchten zentrale natur- und umweltwissenschaftliche Fragestellungen des Naturparks Märkische Schweiz. Ausgearbeitet werden unter anderem Karten zu folgenden Themen:

  • Abtauphasen der Weichseleiszeit
  • Bodenkarte
  • Geologische Karte
  • Morphologie der Landschaft
  • Darstellung der Schmettau-Karte (1780)
  • Vergleich der Landnutzung 1953 – 1994 – heute
  • Potenzielle Wind- und Wassererosion
  • Oberflächenwasser-Verteilung vor und nach der Melioration
  • Nitratbelastung
  • Klimatische Prognosen

Durch die Kombination aus Reliefmodell und Kartenprojektion entsteht eine eindrucksvolle Darstellung der landschaftlichen Entwicklung, ihrer natürlichen Grundlagen und der menschlichen Nutzung im Wandel der Zeit.

Anschauliche Wissensvermittlung im Raum

Das Zusammenspiel aus hochwertiger Kartografie, moderner Projektionstechnik und räumlicher Darstellung macht das Besucherzentrum „Schweizerhaus“ zu einem Ort, an dem Wissenschaft erlebbar wird. Die Karten von geoGLIS leisten dabei einen zentralen Beitrag zur verständlichen Vermittlung komplexer Inhalte rund um Geologie, Boden, Klima und Landschaftsentwicklung.

Datengrundlagen und Quellen (Galerie)

Die dargestellten Inhalte basieren unter anderem auf folgenden Datenquellen:

  • Bodenkarte BÜK300 – WFS Bodengeologische Übersichtskarte (BÜK 300)
    © Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, 2020 (dl-de/by-2-0)
  • Geologie GK100 – WFS Geologische Übersichtskarte
    © Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, 2020 (dl-de/by-2-0)
  • Morphologie – Digitales Geländemodell DGM1
    © GeoBasis-DE / LGB, 2020 (dl-de/by-2-0)
  • Abtauphase Weichseleiszeit – Pommersches Stadium
    rbb Fernsehen: „Eiszeitland – Auf den Spuren der Gletscher in Brandenburg“
  • Geobasisdaten: onmaps.de
    © GeoBasis-DE / BKG / ZSHH, 2020

 

Landschaftsbild mit großem Laubbaum, Feldweg, landwirtschaftlichen Flächen und Windenergieanlage
Kulturlandschaft mit Grünflächen, Feldweg und Windenergieanlage

Aktualisierung des Grünflächenkatasters Eckernförde | Digitale GFK-Pflege

Redaktion geoGLIS News 27. Juli 2019
  • Geodatenmanagement

Aktualisierung des Grünflächenkatasters der Stadt Eckernförde

Um die Datenqualität und Aktualität des Grünflächenkatasters (GFK) weiter zu verbessern, werden die bestehenden digitalen Bestandsdaten der Stadt Eckernförde systematisch überprüft und fortgeschrieben. Grundlage hierfür bilden analoge Geländenotizen der Stadtverwaltung, die rund 200 Grünflächen umfassen.

Die Aktualisierung erfolgt durch eine Vor-Ort-Kontrolle in den von der Stadt definierten Bereichen und wird durch die Auswertung aktueller Luftbilder ergänzt. So lassen sich Veränderungen zuverlässig erkennen und fachlich korrekt dokumentieren.

Differenzierte Kartierung nach Nutzungstypen

Der von der Stadt Eckernförde verwendete Kartierschlüssel unterscheidet etwa 30 verschiedene Nutzungstypen. Diese differenzierte Systematik ermöglicht eine präzise Beschreibung der Grünflächen und bildet die Grundlage für Pflege, Planung und Verwaltung.

Mobile Datenerfassung im Gelände

Die vorhandenen Daten des Grünflächenkatasters werden direkt im Gelände über eine Tablet-Anwendung überprüft und korrigiert. Änderungen können unmittelbar erfasst und dokumentiert werden, wodurch Medienbrüche vermieden und der Aktualisierungsprozess deutlich effizienter gestaltet wird.

In enger Abstimmung mit dem Grünflächenamt der Stadt Eckernförde werden die Ergebnisse anschließend in das Geografische Informationssystem (GIS) übernommen. Die Erfassung erfolgt lagegenau auf Basis der Liegenschaftskarte, sodass eine verlässliche und belastbare Datengrundlage entsteht.

Die aktualisierten GFK-Daten unterstützen die Stadt Eckernförde bei einer nachhaltigen Pflege und Entwicklung der städtischen Grünflächen und schaffen eine solide Grundlage für zukünftige Planungs- und Entscheidungsprozesse.

Copyright

Bild von Erich Westendarp auf Pixabay

Muschelfischereifahrzeug auf offener See mit Fanggeschirr und Möwen
Muschelfischerei auf See – Fischereifahrzeug im Einsatz

Digitale Auswertung der Miesmuschelfischerei | GIS-Analyse im Wattenmeer

Redaktion geoGLIS News 26. Juli 2019
  • Geodatenmanagement

Digitale Auswertung der Miesmuschelfischerei im Nationalpark Wattenmeer

Die Miesmuschelfischerei in Schleswig-Holstein wird seit 2017 auf Grundlage eines speziellen Programms durchgeführt, das dem Schutz des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer dient und zugleich die fischereirechtlichen Zulassungen regelt. Ziel ist eine nachhaltige Bewirtschaftung der Muschelressourcen unter Berücksichtigung der naturschutzrechtlichen Vorgaben.

Ein zentrales Element dieses Programms ist die Einführung sogenannter Black-Boxes, die auf den Miesmuschelkuttern mitgeführt werden. Diese Systeme erfassen präzise zeitliche und räumliche Einsatzdaten der Schiffe sowie deren fischereitechnische Aktivitäten.

Datenbasis aus mehreren Jahren

Die Nationalparkverwaltung im Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) stellt hierfür die über die Black-Boxes erfassten Daten aus den Jahren 2017, 2018 und 2019 zur Verfügung. Diese umfangreichen Datensätze bilden die Grundlage für weiterführende Auswertungen und Kontrollen.

Automatisierte Datenaufbereitung und GIS-Analyse

geoGLIS bereitet die Daten aus dem Black-Box-System der Miesmuschelkutter automatisiert auf. Über speziell entwickelte Routinen und Skripte werden die Daten importiert, strukturiert und für die kartografische Darstellung sowie fachliche Auswertung nutzbar gemacht.

Die Auswertungen ermöglichen unter anderem Aussagen zu Ausfallzeiten, zur Befischung ausschließlich freigegebener Gebiete sowie zur Einhaltung der naturschutzrechtlichen Anforderungen. Als technische Werkzeuge kommen ArcGIS Desktop sowie weitere Hilfsprogramme für Dateitransfer- und ETL-Prozesse zum Einsatz.

Kontrolle und nachhaltige Bewirtschaftung

Ziel des Projekts ist es, dem Auftraggeber ein praxisnahes und dauerhaft einsetzbares Werkzeug zur Verfügung zu stellen. Damit wird eine kontinuierliche Überprüfung des Programms zur Bewirtschaftung der Muschelressourcen im Nationalpark „Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ gemäß § 40 Landesfischereigesetz (LFischG) ermöglicht.

Die digitale Auswertung der Black-Box-Daten leistet somit einen wichtigen Beitrag zu Transparenz, Kontrolle und nachhaltigem Ressourcenschutz im sensiblen Ökosystem des Wattenmeeres.

Copyright

Foto von Paul Einerhand auf Unsplash

Übersichtskarte zum Ökosystemmonitoring mit Untersuchungsgebiet, Luftbilddarstellung und Lageplan
Ökosystemmonitoring – Untersuchungsgebiet und räumliche Einordnung

Ökosystem-Monitoring

Redaktion geoGLIS News 08. Mai 2019
  • Kartierung

Ökosystem-Monitoring in Schleswig-Holstein: Biodiversität systematisch erfassen

Seit 2018 ist geoGLIS gemeinsam mit erfahrenen Biologinnen und Biologen in Schleswig-Holstein an der Kartierung und digitalen Erfassung von Ökosystemdaten beteiligt. Auf bis zu 120 Stichprobenflächen im Land werden im Rahmen des bundesweiten Ökosystem-Monitorings Biotope erfasst und die zugehörigen Sachdatenattribute digital dokumentiert.

Die Arbeiten leisten einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Beobachtung und Bewertung der biologischen Vielfalt in Schleswig-Holstein.

Bundesweites Monitoring der biologischen Vielfalt

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat im Jahr 2016 auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie ein bundesweites Ökosystem-Monitoring gestartet. Ziel dieses Programms ist es, die Biodiversität in Deutschland systematisch zu dokumentieren und ihre Entwicklung über wiederholte Geländeerhebungen nachvollziehbar zu machen.

Auf dieser Basis lassen sich fundierte Aussagen zur Entwicklung der biologischen Vielfalt treffen – insbesondere vor dem Hintergrund von Landnutzungswandel, zunehmendem Nutzungsdruck, der Intensivierung der Landwirtschaft sowie den Auswirkungen des Klimawandels.

Einheitliche Methodik als Grundlage vergleichbarer Daten

Für das bundesweite Monitoring wurde ein einheitlicher Kartierschlüssel entwickelt, der alle Biotop- und Nutzungstypen abbildet. Damit wurde die Voraussetzung geschaffen, Daten aus allen Bundesländern bundesweit vergleichbar auszuwerten.

Die bislang landesspezifischen Kartierschlüssel mussten hierfür umgeschlüsselt und in eine bundesweit gültige Systematik überführt werden. geoGLIS unterstützt diesen Prozess durch die digitale Umsetzung, Datenaufbereitung und Qualitätssicherung der erfassten Informationen.

Das Ökosystem-Monitoring schafft damit eine belastbare Grundlage für Naturschutz, Forschung und politische Entscheidungsprozesse – sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene.

Thematische Karte zur Bewertung Kulturlandschaftsfunktionen
Fachkarte zur Kulturlandschaftsbewertung

Kulturlandschaften

Redaktion geoGLIS News 02. April 2019
  • Geodatenerfassung

Kulturlandschaft im Wandel: Historische Kartenanalyse für Schleswig-Holstein

Wie haben sich Landschaften, Siedlungen und Nutzungsformen im Laufe der Jahrhunderte verändert? Dieser Frage widmete sich geoGLIS in einem Pilotprojekt für das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein. Untersucht wurde der Kulturlandschaftswandel in den Landschaftsräumen Eiderstedt sowie Schwansen mit Schlei und Haithabu-Danewerk.

Grundlage der Analyse bildete die detaillierte Auswertung und der Vergleich topografischer Karten unterschiedlicher historischer Zeitstände. Ziel war es, landschaftliche Entwicklungen sichtbar zu machen und in einer einheitlichen, digitalen Form darzustellen.

Von historischen Karten zur digitalen Datenbasis

Für das Projekt wurden zahlreiche Kartenwerke systematisch digitalisiert – von der Varendorfschen Karte über die Preußische Landesaufnahme bis hin zu aktuellen topografischen Karten. Sämtliche punktuellen, linearen und flächenhaften Landschaftselemente wurden erfasst, klassifiziert und in eine einheitliche Datenstruktur überführt.

Durch diese aufwändige Aufbereitung entstand eine umfangreiche Datenbasis, die historische Zustände direkt miteinander vergleichbar macht und den Wandel der Kulturlandschaft nachvollziehbar dokumentiert.

Vielfältige Auswertungsmöglichkeiten

Die erstellten Datensätze ermöglichen differenzierte Auswertungen, unter anderem zum Siedlungs- und Landnutzungswandel, zur infrastrukturellen Entwicklung sowie zu maritimen Prozessen und wasserbautechnischen Maßnahmen. Damit liefert das Projekt wertvolle Erkenntnisse für Archäologie, Denkmalpflege, Raumplanung und Landschaftsforschung.

Weitere Informationen zu unseren Kulturlandschaftswandel-Karten finden Sie auf der themenspezifischen Webseite: landschaftswandelkarten.de

  1. HNVplus - High-Nature-Value-Farmland -Kataster 2019-2021
  2. Hochwasser-Risikomanagement
  3. Tourismus-App | Naturpark Holsteinische Schweiz digital
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Marienthaler Straße 7
24340 Eckernförde

Tel: +49 (0)4351-754 91 0
E-Mail: service@geoglis.de

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